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AMC Lünen: 47. ADAC-Lippe-Slalom - Zwei „Familiengeschichten“

AMC Lünen Slalom Mai 2010.476

 Am Sonntag, dem 23. Mai, führte der Automobil- und Motorsportclub 1927 Lünen e.V. im ADAC (AMC) seinen inzwischen 47. Lippe-Slalom durch. Um es vorwegzunehmen: 91 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen im Laufe des Tages bei kik in Bönen ein, um den flüssig gesteckten Parcours bei besten äußeren Bedingungen unter die Räder zu nehmen. Am Ende des Tages waren Teilnehmer, Zuschauer und der veranstaltende AMC sehr zufrieden und die fleißigen Helferinnen und Helfer k.o.

Doch der Reihe nach:
Vormittags durften nur seriennahe Fahrzeuge auf die Strecke. Diese so genannte Gruppe G wird laut Reglement in weitere Klassen nach Leistungsgewicht eingeteilt. Die erste Klasse G7 glänzte durch Abwesenheit. Dafür war die G6 mit 19 Teilnehmern gut gefüllt. Hier tummelten sich ausschließlich Opel Corsa und VW Polo. An der Spitze der Klasse ging es recht eng zu. Andreas Völke, unter der Bewerbung der Scuderia 700, erreichte mit dem Opel den ersten Platz. Auch in der G5 gingen 19 Teilnehmer an den Start, davon drei Frauen. Kay-Joachim Röhl, MSF Solingen, gewann mit dem BMW 316i mit rund 1,5 Sekunden Vorsprung auf Andrea Bing. Die Klassen G4 und G3 mussten zusammengelegt werden, insgesamt leider nur vier Starter. Hier spielte sich die erste Familiengeschichte ab: Markus Funke vom MSC Bergstadt Rüthen ließ den Peugeot 205 Gti richtig fliegen und brannte in beiden Wertungsläufen Zeiten, die deutlich unter einer Minute lagen, fehlerfrei in den Asphalt. Christine Funke griff auch beherzt ins Lenkrad. Sie sicherte sich Platz zwei. Die Klassen G2 und G1 mussten mit insgesamt sieben Startern ebenfalls zusammengelegt werden. Die Zeiten von Markus Funke gerieten trotz des Auftritts von wahren Kraftprotzen – Porsche GT3 RS, Porsche Boxster S, Porsche 911 C2 und Ford Focus RS – nicht annähernd in Gefahr. Bei dem Ford harmonierte die Leistungsentfaltung nicht mit dem Parcours, der GT3 konnte in den schnellen Passagen die vorher verlorene Zeit nicht aufholen, und der 911 C2 zeigte nach der Überleitung in die zweite Runde einen sehr schönen Dreher, sicher nicht zur Freude des Fahrers. So konnte Markus Funke zusätzlich den Gruppensieg und die Bestzeit der Gruppe G verbuchen, Christine Funke gewann den Damenpokal. Wie gesagt: Eine Familiengeschichte.

Nachmittags wurde die Strecke für die verbesserten Autos der Gruppe F freigegeben. Das kraftvolle Brüllen der Motoren nährte die Erwartung auf ein rapides Fallen der aktuellen Bestzeit. Doch, erstens kommt es anders …

In der Gruppe F werden die Fahrzeuge zusätzlich in Hubraumklassen unterteilt. Den Anfang machte die F9, bis 1300 ccm. Hier gingen drei Fahrerinnen und fünf Fahrer an den Start. Jens Müller vom MSC Kindelsberg stellte seinen giftgrünen Polo mit einem komfortablen Vorsprung auf  Platz eins; die Bestzeit konnte er allerdings nicht unterbieten. Die F10, bis 1600 ccm, sah eine Fahrerin und zwölf Fahrer am Start. Jörg Schneider von der Scuderia 700 war am Ende der Klassenprimus. Mit dem flötenden C-Kadett Coupe´ konnte auch er die bestehende Tagesbestzeit nicht unterbieten. Sollte ein G-Auto das Maß aller Dinge sein? In der F11 hatten aber noch heiße Titelanwärter genannt. Das „Kadettenduo“ Uwe Send und Winfried Koch schaffte es dann, die Bestzeit drei Mal zu unterbieten. Uwe Send von der Scuderia 700 gelang das am Besten: Mit unglaublichen 00:56:82 Minuten beendete er den ersten Wertungslauf. Eine nur geringfügig langsamere Zeit im zweiten Durchgang ließ den anderen Teilnehmern keine Chance mehr. Er sicherte sich mit der C-Limousine Klasse, Gruppe, Gesamtsieg und Tagesbestzeit. Ach ja, in dieser Klasse starteten zwei Frauen und siebzehn Männer. Und jetzt kommt die zweite Familiengeschichte: Monika Send gewann den Damenpokal.

Auch zwei Fahrer des AMC beteiligten sich an der Jagd auf die Tagesbestzeit. Marcel Pixberg hatte mit dem VW Golf II mit dem fünften Platz im clubinternen Duell das bessere Ende erwischt und konnte sogar einen Pokal mitnehmen. Kevin Vanclooster stellte den Peugeot 205 Gti auf den zehnten Platz und nahm das Ergebnis gelassen hin.

Die in Punkte umgerechneten Platzierungen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei drei Veranstaltergemeinschaften geltend machen: Lippe-Ems-Pokal, Süd-Westfalen-Trophy und Veranstaltergemeinschaft Siegerland.

Die genauen Zeiten und Platzierungen kann man auf der frisch renovierten Seite des AMC unter amc-luenen.de nachlesen. Außerdem gibt es dort weitere Fotos zu sehen.

 

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